Auswanderer in Paraguay setzen Koloniegründer ab
Erwin und Sylvia Annau von „El Paraíso Verde“ wurden per Gerichtsbeschluss durch einen externen Verwalter ersetzt. Dieser soll nun helfen, den Verbleib von Millionen Euro Siedlergeldern aufzuklären.
Erwin und Sylvia Annau von „El Paraíso Verde“ wurden per Gerichtsbeschluss durch einen externen Verwalter ersetzt. Dieser soll nun helfen, den Verbleib von Millionen Euro Siedlergeldern aufzuklären.
Erst luden die Gründer, die Millionen Euro veruntreut haben sollen, die Polit-Mafia in die Kolonie ein, nun kommen Scientologen und Krypto-Investoren. Wird „El Paraíso Verde“ zur Mining-Farm mit E-Meter?
Erwin und Sylvia Annau finanzierten den Wahlkampf der Partei von Ex-Präsident Horacio Cartes mit fast einer Million Euro. Cartes soll in Geldwäsche und Drogenhandel verstrickt sein.
Planen Sylvia und Erwin Annau ihre Flucht aus Paraguay? Dem Gründerehepaar der Auswandererkolonie in Cazaapá wird Betrug in Millionenhöhe vorgeworfen.
Trotz des unklaren Verbleibs von rund 90 Millionen Euro Siedler-Geld will das Gründerehepaar Annau das ganze Gelände als Token erneut verkaufen.
Millionenbetrug, Willkürakte gegenüber Siedlern, fabrizierte Strafanzeigen: Nun leisten auch aktuelle Bewohner von „El Paraíso Verde“ offen Widerstand gegen die Gründer.
Dr. Gerhard Holst war zehn Tage lang inhaftiert und wartet jetzt im Hausarrest auf die Entscheidung des paraguayischen Gerichts. Ein dubioser deutscher Ex-Professor rief zu Spenden für Holst auf.
Die Halbinsel Nicoya ist eine von weltweit fünf Blauen Zonen, wo die Menschen angeblich besonders alt und gesund sind.
Unrecht an Indigenen, Militärdiktaturen, Bürgerkriege, Korruption und Drogenkartelle: Die Vergangenheit in Lateinamerika ist brisant und in der Gesellschaft wenig aufgearbeitet. Fernsehserien schaffen ein Ventil.
Auswanderer geben mit ihrer Heimat auch bekannte Strukturen auf, die ihnen Halt gaben. Das kann zu Existenzängsten führen.