Hinter den Kulissen von Mexikos Politik gegenüber den Narcos – Teil 2
Die Übertragung ziviler Aufgaben auf das Militär sorgte für mehr Korruption und für Kompetenzgerangel mit dem zivilen Sicherheitsminister. Der ist beliebt, aber auch umstritten.
Die Übertragung ziviler Aufgaben auf das Militär sorgte für mehr Korruption und für Kompetenzgerangel mit dem zivilen Sicherheitsminister. Der ist beliebt, aber auch umstritten.
Carlos Manzo, der die Stadt Urupan im Drogen-Hotspot Michoacán unabhängig regiert hatte, war hart gegen Kriminalität und Korruption vorgegangen. Damit hatte er sich viele Freunde, aber auch Feinde gemacht.
Drogenkartelle ködern junge Mexikaner mit falschen Jobangeboten, bilden sie auf entlegenen Anwesen als Killer aus und töten viele von ihnen.
Nach der Ausrufung des „internen bewaffneten Konflikts“ braucht Präsident Noboa Geld, um mehr staatliche Maßnahmen gegen kriminelle Banden zu finanzieren.
In dem Problembezirk abseits vom Urlaubsparadies sind Morde, Schießereien, Erpressung von Schutzgeld und Raubüberfälle an der Tagesordnung.
Nach einem Auftragsmord gab es zwölf Stunden lang Schießereien in den Straßen der Touristenhochburg San Cristóbal de las Casas. Wegschauen ist keine Option mehr.
Interview mit der deutschen Politikwissenschaftlerin, Journalistin und Gründerin der Lateinamerika-Zeitung Silke Grasreiner, die seit Ende 2004 auf der Halbinsel Yukatan lebt.
Der Bürgermeister von Iguala und seine Frau werden für das Verschwinden der Studenten verantwortlich gemacht. Auch eine mutmaßliche Fluchtgehilfin wurde verhaftet.
Neue Massengräber wurden entdeckt, der Gouverneur des Bundesstaates Guerrero ist zurückgetreten und der Bürgermeister von Iguala und seine Frau gelten nun offiziell als Drahtzieher der Attacke gegen die Studenten.
Guatemala und Mexiko wollen enger zusammenarbeiten, um den Drogenschmuggel über die gemeinsame Grenze zu bekämpfen. Doch das wird in jedem Sinne von oben konterkariert.