USA erhöhen Druck auf Mexikos Regierungspartei wegen Verbindung zu Kartellen
Das US-Justizministerium fordert die Auslieferung des Gouverneurs des mexikanischen Bundesstaates Sinaloa, Rubén Rocha Moya von der Morena-Partei, der mit dem Sinaloa-Kartell zusammengearbeitet haben soll. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum wies die Vorwürfe zurück. Der Gouverneur nahm Urlaub, vereidigte eine 33-jährige Parteikollegin als vorläufige Stellvertreterin und erhielt zusätzliche Leibwächter von der Bundesregierung. Tatsächlich würde die Auslieferung Rocha Moyas eine Büchse der Pandora öffnen, die Sheinbaum, ihren Vorgänger, politischen Ziehvater und Morena-Gründer López Obrador sowie die Macht der Partei in ganz Mexiko bedrohen könnte.
Unterdessen haben die USA am 4. Mai 2026 ihre Nationale Strategie zur Drogenkontrolle veröffentlicht, die praktisch einer Kriegserklärung gleicht und den Einsatz des Militärs rechtfertigt. Fentanyl zum Beispiel wird darin als "Massenvernichtungswaffe" deklariert. Die Drogenkartelle gelten nun offiziell als "Terrororganisationen", was US-Präsident Trump schon im Januar erklärt hatte. Nicht nur der Ton aus Washington wird härter. In Mexiko befürchtet man konkrete Aktionen und Einmischung in die staatliche Souveränität nach dem Vorbild des US-Vorgehens in Venezuela.
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