Ausgeblutet durch das Leid: nationale Trauer um Vermisste in Mexiko
Drogenkartelle ködern junge Mexikaner mit falschen Jobangeboten, bilden sie auf entlegenen Anwesen als Killer aus und töten viele von ihnen.
Drogenkartelle ködern junge Mexikaner mit falschen Jobangeboten, bilden sie auf entlegenen Anwesen als Killer aus und töten viele von ihnen.
Nachdem ein Drogenabhängiger in Tekit eine alte Dame tödlich verletzt hatte, wurde er von einem Mob bei lebendigem Leib verbrannt.
„Wenn ich erwischt oder getötet werde, ändert sich nichts“, hatte Ismael Zambada García, alias „El Mayo“ vom Sinaloa-Kartell vor 14 Jahren in einem Interview gesagt. Vielleicht doch.
In dem Problembezirk abseits vom Urlaubsparadies sind Morde, Schießereien, Erpressung von Schutzgeld und Raubüberfälle an der Tagesordnung.
Nach einem Auftragsmord gab es zwölf Stunden lang Schießereien in den Straßen der Touristenhochburg San Cristóbal de las Casas. Wegschauen ist keine Option mehr.
Interview mit der deutschen Politikwissenschaftlerin, Journalistin und Gründerin der Lateinamerika-Zeitung Silke Grasreiner, die seit Ende 2004 auf der Halbinsel Yukatan lebt.
Das Wohlstandsgefälle ausgleichen sei der „entscheidende Prozess“, sagt Günther Maihold, Experte für Korruption und Organisiertes Verbrechen in Lateinamerika.
Guatemala und Mexiko wollen enger zusammenarbeiten, um den Drogenschmuggel über die gemeinsame Grenze zu bekämpfen. Doch das wird in jedem Sinne von oben konterkariert.
Der Film des Mexikaners Amat Escalante zeigt, wie sich junge Leute in der Provinz aus Perspektivlosigkeit und Unwissen in den Drogenkrieg verstricken und zu dessen Opfern werden.
Genaro García Luna sowie acht weitere hohe Funktionäre sollen Geld von der Drogenmafia erhalten haben, behauptet Edgar Valdez Villareal.