Maya protestieren gegen Landraub und Umweltschäden
Das Volk der Maya, auf deren Genozid und geraubtem Land das System der "modernen" Nationalstaaten auf ihrem traditionellen Siedlungsgebiet aufgebaut ist, wehrt sich nun erstmals sichtbar politisch als Gruppe gegen diverse Probleme, die dieses System des einseitigen Profits generiert und die das Überleben von Mensch und Natur bedrohen: Umwelt- und Gesundheitsschäden durch unregulierte Schweine- und Hühnerfarmen, die Exkremente und Tierleichen einfach im Urwald und in den Cenoten, den unterirdischen Süßwasserseen, abladen; Bienensterben durch den Einsatz toxischer Pestizide; exzessive und illegale Waldrodung durch Immobilienprojekte, die mit dem Land spekulieren und die ohnehin schon extreme Schere zwischen Arm und Reich weiter vergrößern; Zerstörung archäologischer Maya-Stätten und Enteignungen von Cenoten durch den Staat, der sie dann zur rein kommerziellen Ausbeutung an Dritte lizenziert; Lärmbelästigung durch Tagebau und Sachschäden, vor allem an Häusern durch damit verbundene Explosionen, ebenfalls vom Staat lizenziert.
Einwohner verschiedener Orte im mexikanischen Bundesstaat Yukatan, die ihr Land, die Natur, ihre traditionelle Lebensweise und damit auch ihre Identität verteidigen, werden vom System gemobbt, zum Beispiel mit willkürlichen Strafanzeigen und Festnahmen. Am 21. März 2026 haben die Vertreter dieser Maya-Gemeinden zu einem Marsch zur Verteidigung ihres Landes in Mérida, der Hauptstadt von Yukatan, aufgerufen. Ein wichtiger Schritt zu mehr Wahrheit und Mitbestimmung, doch immer noch gefangen im alten Selbstbild als Opfer.
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