Auswanderer in Paraguay setzen Koloniegründer ab
Erwin und Sylvia Annau von „El Paraíso Verde“ wurden per Gerichtsbeschluss durch einen externen Verwalter ersetzt. Dieser soll nun helfen, den Verbleib von Millionen Euro Siedlergeldern aufzuklären.
Erwin und Sylvia Annau von „El Paraíso Verde“ wurden per Gerichtsbeschluss durch einen externen Verwalter ersetzt. Dieser soll nun helfen, den Verbleib von Millionen Euro Siedlergeldern aufzuklären.
Nach 20 Jahren und zwei Freilassungen der Hauptbeschuldigten wird das Ausmaß der Staatskriminalität deutlich, über deren wahre Hintergründe die LAZ schon vor Jahren berichtet hatte.
Trotz des unklaren Verbleibs von rund 90 Millionen Euro Siedler-Geld will das Gründerehepaar Annau das ganze Gelände als Token erneut verkaufen.
Millionenbetrug, Willkürakte gegenüber Siedlern, fabrizierte Strafanzeigen: Nun leisten auch aktuelle Bewohner von „El Paraíso Verde“ offen Widerstand gegen die Gründer.
Dr. Gerhard Holst war zehn Tage lang inhaftiert und wartet jetzt im Hausarrest auf die Entscheidung des paraguayischen Gerichts. Ein dubioser deutscher Ex-Professor rief zu Spenden für Holst auf.
Der heute 75-Jährige soll falsche Impfzertifikate ausgestellt und Patienten auch ohne deren Einverständnis den Impfstoff nicht verabreicht haben.
Saúl Luciano Lliuya will den Energiekonzern wegen dessen CO2-Emissionen für Klimaschäden an seinem Haus und in seiner Stadt in den Anden haftbar machen.
Der Schweizer Politikwissenschaftler Enzo Nussio hat das Phänomen der spontanen kollektiven Gewalt gegen Übeltäter erforscht, das in schwachen Staaten gedeiht, wo Verbrechen straflos bleiben.
Für den Mord an Präsidentschaftskandidat Fernando Villavicencio erhielten fünf direkt Verantwortliche lange Haftstrafen. Doch es gibt offenbar politische Drahtzieher, die im Dunkeln bleiben.
„Wenn ich erwischt oder getötet werde, ändert sich nichts“, hatte Ismael Zambada García, alias „El Mayo“ vom Sinaloa-Kartell vor 14 Jahren in einem Interview gesagt. Vielleicht doch.