Deutscher Arzt in Paraguay kämpft gegen seine Auslieferung
Der in Paraguay aufgrund eines internationalen Haftbefehls am 31. März 2025 festgenommene deutsche Arzt Dr. Gerhard Holst wurde am 9. April aus dem Gefängnis in den Hausarrest entlassen und wartet nun in seinem Domizil in Mbocayaty im Departamento Cordillera auf einen endgültigen Gerichtsbeschluss zu seiner Auslieferung nach Deutschland. Nach dem paraguayischen Strafrecht dürfen über 70-Jährige nicht mehr inhaftiert werden. Aus dem Gefängnis geholt hatten Holst eine paraguayische Anwältin und deren deutscher Lebensgefährte, Dr. Ulrich Beerschwinger, die seitdem Spenden sammeln, die angeblich Dr. Holst zugute kommen sollen. Beerschwinger hatte 2016 in Deutschland wegen Vorteilsnahme seinen Beamtenstatus als Universitätsprofessor verloren und ist auch schon in Paraguay negativ aufgefallen. Eine deutschsprachige Online-Zeitung und ein lokales Radioprogramm eines in Paraguay ansässigen, in Argentinien geborenen Geschäftsmanns deutscher Abstammung boten Beerschwinger ohne jede redaktionelle Bearbeitung eine Plattform, um Deutsche zu Spenden für Dr. Holst aufzurufen. Der Geschäftsmann, Juan Buker, ist in Paraguay bekannt als ehemaliger Geschäftsführer der Betreiberfirma der Auswandererkolonie "El Paraíso Verde", die Dutzende Siedler betrogen haben soll.
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