Spahn-Rücktritt in Deutschland: Es geht um mehr als Glaubwürdigkeit

Jens Spahn hat am Samstag den Fraktionsvorsitz der CDU/CSU im Bundestag niedergelegt und sich damit dem Druck der Öffentlichkeit und innerhalb seiner Partei gebeugt, nachdem bekannt geworden war, dass er und sein Ehemann ein Kind von einer Leihmutter aus den USA haben austragen lassen. Spahn selbst hatte 2020 als Gesundheitsminister auf ein Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland hingewirkt. Abgeordneter im Bundestag bleibt er allerdings weiterhin. Zuvor war Spahn bereits durch verschiedene Geschäfte aufgefallen, die Interessenkonflikte mit seinen jeweiligen politischen Ämtern in den Bereichen Finanzen, Immobilien und Gesundheit darstellten. 

Immer mehr Menschen spüren, dass es nicht nur um politische Glaubwürdigkeit geht, sondern um menschliche Integrität allgemein, an der sich Politiker in öffentlichen Ämtern messen lassen müssten. Bisher wurde das Säkularitätsprinzip, nach dem Staat und Religion getrennt sind, auch auf das Berufs- und Privatleben von Politikern übertragen. Angeblich sollen deren persönliche Angelegenheiten niemanden etwas angehen. In Lateinamerika vermischen Politiker andauernd berufliche und private Interessen, was zur hohen Korruption beiträgt.

Doch beides ist falsch: Tatsächlich sollten Politiker sowohl in Ausübung ihrer öffentlichen Funktion als auch privat integer sein und somit Vorbilder für die Gesellschaft. Das geht nur, wenn sie als Menschen im Einklang sind mit den weltlichen und den universellen Gesetzen. Ausgerechnet bei den Maya, die bisher politisch nicht in Erscheinung traten - was eher für sie spricht, da sie sich an den modernen Verzerrungen von Politik nicht beteiligten -, gab und gibt es noch Führungspersönlichkeiten mit wahrer menschlicher Integrität.

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