EPV in Paraguay: Auswanderer als Spielball der Mafia – Teil 1



"Wenn die Deutschen nach Paraguay kommen, wissen sie nicht, mit wem sie sich einlassen": Einigen geschädigten Ex-Siedlern der Kolonie "El Paraíso Verde" dämmert inzwischen, dass sie ihr investiertes Geld wohl nie wieder sehen werden, denn das Projekt berührt höchste politische Interessen, die gleichzeitig auch höchst kriminell sind und gegen die sich die Paraguayer als ganze Gesellschaft machtlos fühlen. Um dieses kriminelle Netzwerk auszuheben, braucht es mehr als ein paar Strafanzeigen. Und es ist fraglich, ob das EPV durch die Siedler überhaupt noch zu retten ist, geschweige denn den menschlichen Anstrich erhalten kann, mit dem es beworben wurde.

Nach Angaben des Gründerehepaars Annau, das mit ihrer Betreiberfirma Reljuv bis zu 90 Millionen Euro veruntreut haben soll, wurde die Auswanderer-Siedlung bereits an einen Investor verkauft, die die Grundstücke nun unter einem anderen Namen vermarkten will - angeblich nur die "unbelasteten", was auch immer darunter zu verstehen ist. In diesem exklusiven und ausführlichen LAZ-Artikel in zwei Teilen lesen Sie, wie kriminelle politische Kreise in Paraguay vorgehen, die sogar im Vorstand von Reljuv saßen und die auch "Räumungen durchführen. Ich glaube, dass sie das auch mit dem EPV machen werden", wie eine paraguayische Insiderin der LAZ sagte.

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