Auswanderer-Kolonie in Paraguay: Sind die EPV-Gründer am Ende?
Millionenbetrug, Willkürakte gegenüber Siedlern, fabrizierte Strafanzeigen: Nun leisten auch aktuelle Bewohner von „El Paraíso Verde“ offen Widerstand gegen die Gründer.
Millionenbetrug, Willkürakte gegenüber Siedlern, fabrizierte Strafanzeigen: Nun leisten auch aktuelle Bewohner von „El Paraíso Verde“ offen Widerstand gegen die Gründer.
Unrecht an Indigenen, Militärdiktaturen, Bürgerkriege, Korruption und Drogenkartelle: Die Vergangenheit in Lateinamerika ist brisant und in der Gesellschaft wenig aufgearbeitet. Fernsehserien schaffen ein Ventil.
Einige der betrogenen Auswanderer wehren sich bereits mittels der Justizbehörden und der Presse. Viele Geschädigte haben alles verloren. Einer von ihnen hat den Mut, darüber zu sprechen.
Die Polemik um „El Paraíso Verde“ reißt nicht ab. Jetzt beschuldigen sich die Mitglieder des früheren Vorstands gegenseitig der Veruntreuung von Geldern der Siedler.
Juan Buker hat sieben Jahre lang im Vorstand der Auswanderer-Kolonie mit dem Gründerehepaar Erwin und Sylvia Annau zusammengearbeitet und weiß einiges zu berichten.
Auch innerhalb der Kolonie „El Paraíso Verde“ in Paraguay wächst der Widerstand gegen die Allüren und die Misswirtschaft des Vorstands der Betreiberfirma.
Die Gründer des „El Paraíso Verde“ ziehen mit Gewalt die Kontrollschrauben an. Siedler und Ex-Siedler berichten von Verleumdungen, Drohungen und willkürlichen Ausschlüssen.
Die Opferanwältin Marta Raviolo, die mehrere Auswanderer gegen „El Paraíso Verde“ vertritt, geht davon aus, dass das „Schneeballsystem“ bald zusammenbricht.
Der Opferanwalt Guillermo Ferreiro erläutert die neusten Entwicklungen im Fall des umstrittenen Siedlungsprojekts und seine Meinung zur Legalität der Verträge, die die Auswanderer mit der Betreiberfirma Reljuv abgeschlossen haben.
Der Ex-Geschäftsführer der Betreiberfirma steht unter Hausarrest. Das österreichische Gründerehepaar verkauft weiter Immobilien und Investitionen in seiner „Arche Noah“.