Drogenhandel in Mexiko: „Das Problem ist 500 Jahre alt“
Interview mit der deutschen Politikwissenschaftlerin, Journalistin und Gründerin der Lateinamerika-Zeitung Silke Grasreiner, die seit Ende 2004 auf der Halbinsel Yukatan lebt.
Interview mit der deutschen Politikwissenschaftlerin, Journalistin und Gründerin der Lateinamerika-Zeitung Silke Grasreiner, die seit Ende 2004 auf der Halbinsel Yukatan lebt.
Das politische Establishment in Washington ist geschockt. Trump will die USA zwar „wieder groß machen“, aber nicht mehr Weltpolizist spielen.
Sozialwissenschaftler schätzen den Rückstand Mexikos im Vergleich zu Deutschland auf 300 Jahre. Das macht sich durchaus lautstark bemerkbar.
Die geleakten Daten aus der Kanzlei Mossack Fonseca enthüllen nicht nur fragwürdige Finanzgeschäfte, sondern auch handfeste illegale Praktiken.
Mossack Fonseca richtete prominenten Politikern, Künstlern und Sportlern Briefkastenfirmen in Steueroasen ein.
Wegen der 43 verschleppten Studenten finden im ganzen Land Proteste statt. Die traditionelle Militärparade wurde abgesagt.
Der Bürgermeister von Iguala und seine Frau werden für das Verschwinden der Studenten verantwortlich gemacht. Auch eine mutmaßliche Fluchtgehilfin wurde verhaftet.
Mexikanische Archäologen präsentieren Ergebnisse ihrer Ausgrabungen in dem 2003 entdeckten Tunnel, der unter den „Tempel der Gefiederten Schlange“ führt.
Neue Massengräber wurden entdeckt, der Gouverneur des Bundesstaates Guerrero ist zurückgetreten und der Bürgermeister von Iguala und seine Frau gelten nun offiziell als Drahtzieher der Attacke gegen die Studenten.
Das Wohlstandsgefälle ausgleichen sei der „entscheidende Prozess“, sagt Günther Maihold, Experte für Korruption und Organisiertes Verbrechen in Lateinamerika.