Schweizerin kämpft für Maya-Hebammen



Man sieht sie überall: immer mehr Frauen in Führungspositionen, vor allem in der Politik. In Mexiko regiert mit Präsidentin Claudia Sheinbaum eine Frau das ganze Land. Auf der Halbinsel Yukatan bestimmen mehrere Frauen die politischen Geschicke: zum Beispiel als Bürgermeisterinnen der Städte Mérida, Cancún und Felipe Carrillo Puerto sowie als Gouverneurin des Bundesstaats Quintana Roo, wo die letzten beiden Städte liegen. Scheinbar wird es dadurch im öffentlichen Raum etwas empathischer.

Die Gouverneurin hat gerade angekündigt, das noch Anfang 2026 das neue Krankenhaus von Felipe Carrillo Puerto in Betrieb gehen wird, in dem es zum ersten Mal in Mexiko auch einen Kreißsaal für Entbindungen nach indigener Tradition gibt. Eine echte Integration von Weiblichkeit und Mutterschaft in eine inzwischen auch unter den Maya machistischen Gesellschaft ist das aber nicht, sagt eine Schweizer Hebamme, die seit 27 Jahren in der Region wohnt. Als Brückenbauerin und Vermittlerin zwischen allen drei Kulturen erhält sie, ebenso wie die Maya-Hebammen, nicht die Anerkennung, die ihr gebührt.

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