Die schleichende Pandemie: Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes
Die Prävalenz der Stoffwechselkrankheit, bei der der Körper Glukose aus zuckerhaltigen und kohlenhydratreichen Nahrungsmitteln, nicht richtig verarbeiten kann, hat sich seit 1990 weltweit vervierfacht. Nach einer in der Fachzeitschrift The Lancet veröffentlichten Studie lag die Zahl der Diabetiker 2024 bei rund 800 Millionen. Die Dunkelziffer, also von Betroffenen, die noch nicht diagnostiziert und medizinisch behandelt werden, könnte noch einmal so hoch sein. Bei gesunden Menschen sorgt das in der Bauchspeicheldrüse produzierte Hormon Insulin dafür, dass der Zuckergehalt im Blut auf einem normalen Niveau gehalten wird. Beim angeborenen Diabetes Typ 1 wird gar nicht erst genügend Insulin produziert. Dieses muss dann lebenslang injiziert werden. Diabetes Typ 1 betrifft nur rund zehn Prozent aller Zuckerkranken.
Die restlichen 90 Prozent haben Diabetes Typ 2. Dabei wird die Insulinproduktion zuerst dermaßen überfordert, dass das Hormon mehr und mehr seine Wirksamkeit verliert (Insulinresistenz). Dies ist das Ergebnis einer ungesunden Lebensweise, das heißt die Menschen ernähren sich über lange Zeit schlecht und einseitig und bewegen sich zu wenig. Am Ende ist die Bauchspeicheldrüse durch die ständige Überforderung so geschädigt, dass sie gar kein Insulin mehr produzieren kann. Medikamente können eine lebensbedrohliche Überzuckerung verhindern, doch der chronische Verlauf und die schädlichen Begleiterscheinungen von Diabetes Typ 2 vermindern die Lebensqualität erheblich. Tatsächlich hat die Diabetes-Pandemie auch eine emotionale Ursache und dort liegt die eigentliche Lösung, damit das Leben auch ohne Zucker süß sein kann.
(Titelfoto: Jacqueline Macou/Pixabay)
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