Braunalgen in der Karibik: vom stinkenden Strandmüll zur wertvollen Ressource
2025 wird als Rekordjahr der Sargassum-Plage an der mexikanischen Karibikküste in die Geschichte eingehen. Nach den Prognosen des Labors für Optische Ozeanographie der Universität von Südflorida wird das Gesamtvolumen der sogenannten Anlandungen allein dort in diesem Jahr rund 400.000 Tonnen betragen. Forscher vor Ort bestätigen das. Seit 15 Jahren befällt die bräunliche Makroalge aus dem Atlantik regelmäßig die Karibikküste Mexikos, oft zeitgleich mit der Hochsaison im Tourismus. Eine umfassende Lösung für das systemische Problem gibt es nicht, weil keiner weiß, wer sie bezahlen soll. Doch im Verborgenen und im Laufe von acht Jahren selbst finanzierter Forschung hat eine kleine mexikanische Firma aus Spezialisten einen wirtschaftlich und ökologisch nachhaltigen Kreislauf mit verschiedenen Produkten auf der Basis von Seegras als neuem, wertvollen Rohstoff erschaffen, der das Zeug zu einem Modell für einen ganz neuen Industriezweig hat.
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